Ratgeber
Bewerbungsdossier Schweiz: Unterlagen, Reihenfolge und Checkliste
Was in ein vollständiges Bewerbungsdossier gehört und wie du es für die Stelle zusammenstellst. Mit Word-Vorlagen für Lebenslauf und Motivationsschreiben, einem Muster für die Dateistruktur und einer Checkliste vor dem Versand.
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- jopp
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Ein Bewerbungsdossier ist die Sammlung deiner Bewerbungsunterlagen. In der Schweiz gehören dazu üblicherweise Lebenslauf, Motivationsschreiben, Arbeitszeugnisse und Ausbildungsnachweise. Dein Dossier ist vollständig, wenn es alle verlangten Unterlagen enthält.
Prüfe zuerst im Inserat und im Bewerbungsformular, welche Dokumente, Antworten und Dateiformate der Arbeitgeber verlangt. Halte dich an diese Vorgaben, auch wenn sie von den folgenden Empfehlungen abweichen.
Was gehört in ein Bewerbungsdossier?
berufsberatung.ch zählt die folgenden Unterlagen zu einem klassischen Dossier:
| Unterlage | Was sie zeigen soll |
|---|---|
| Lebenslauf | Deine Tätigkeiten, Ausbildungen und Kenntnisse, mit den für die Stelle wichtigen Erfahrungen. |
| Anschreiben | Deine Motivation und ausgewählte Beispiele, die zur Stelle passen, statt einer Wiederholung des Lebenslaufs. |
| Zeugnisse | Beurteilungen deiner bisherigen Arbeitgeber, als gut lesbare Kopien oder Scans. |
| Diplome und Zertifikate | Nachweise deiner Abschlüsse, Weiterbildungen oder Berechtigungen, soweit sie für die Stelle wichtig sind. |
Ein Motivationsschreiben, auch Bewerbungsschreiben oder Anschreiben genannt, ist nicht immer nötig. Verlangt der Betrieb nur einen Lebenslauf und Zeugnisse oder stellt er Motivationsfragen im Formular, richte dich danach. Auch die UZH unterscheidet nach Bewerbungsprozess. Ein freiwilliger Brief sollte etwas erklären, das aus dem Lebenslauf noch nicht hervorgeht, etwa deinen Berufswechsel.
Die BIZ Bern empfiehlt, alle Zeugnisse und Diplome beizulegen, wenn du erst wenige hast. Bei vielen wählst du die neuesten und wichtigsten aus. Verlangt das Inserat ausdrücklich sämtliche Arbeitszeugnisse, lege alle bei. Arbeitsproben ergänzt du, wenn sie verlangt werden oder für die Stelle nützlich sind und der Bewerbungsweg sie zulässt.
Referenzpersonen sind etwas anderes als Arbeitszeugnisse. Laut UZH reichst du ihre Kontaktdaten in der Regel auf Anfrage nach. Frag die Personen vorher, ob du sie nennen darfst, und informiere sie über die Stelle.
Kostenlose Bewerbungsdossier-Vorlagen
Für die selbst geschriebenen Teile deines Dossiers kannst du unsere Word-Vorlagen verwenden:
- Lebenslauf-Vorlage für die Schweiz, mit einer Version für Berufserfahrene und einer für die Lehrstelle.
- Motivationsschreiben-Vorlage für die Schweiz, für ausgeschriebene Stellen, Initiativbewerbungen und Lehrstellen.
Die Word-Dateien findest du in den verlinkten Anleitungen. Ersetze die Platzhalter durch deine Angaben und ergänze deine Arbeitszeugnisse und Diplome als unveränderte Kopien oder Scans.
Verwende für Brief und Lebenslauf eine einheitliche Gestaltung. Wähle Erfahrungen aus, die zur Stelle passen, und beschreibe deine tatsächlichen Aufgaben und Abschlüsse.
Die Reihenfolge im Bewerbungsdossier
Wenn der Arbeitgeber ein gemeinsames PDF möchte und keine Reihenfolge vorgibt, kannst du die Unterlagen so ordnen:
- Motivationsschreiben, falls du eines einreichst.
- Lebenslauf.
- Arbeitszeugnisse, mit dem neuesten zuerst.
- Diplome und Zertifikate, innerhalb der Gruppe ebenfalls mit dem neuesten zuerst.
- Weitere verlangte Beilagen.
Hat das Portal eigene Felder für Lebenslauf, Brief und Zeugnisse, lade jedes Dokument im passenden Feld hoch.
Bewerbungsdossier-Muster für die Dateistruktur
Verlangt ein Portal vier getrennte Dateien, könnte deine Dateistruktur so aussehen:
01-motivation-vorname-name.pdf02-lebenslauf-vorname-name.pdf03-zeugnisse-vorname-name.pdf04-diplome-vorname-name.pdf
Ersetze vorname-name durch deinen Namen. In der Zeugnisdatei stehen die ausgewählten Arbeitszeugnisse, in der Diplomdatei die Ausbildungsnachweise. Kontrolliere nach dem Zusammenfügen, ob mehrseitige Dokumente vollständig sind und ihre Seiten aufeinanderfolgen.
Für einen einzigen Upload fügst du die benötigten Dokumente in der obigen Reihenfolge zusammen, etwa als bewerbung-vorname-name.pdf. Die Nummern in den Einzelnamen sind nur eine Hilfe beim Ordnen.
Lege für jede Bewerbung einen eigenen Ordner an. Behalte dort das Inserat, die bearbeitbaren Dateien und genau die PDFs, die du abgeschickt hast. So greifst du beim Gespräch auf dieselbe Version zurück wie der Arbeitgeber.
Als PDF vorbereiten und online einreichen
Wenn kein anderes Format verlangt wird, ist PDF für den Versand üblich. Exportiere Lebenslauf und Brief aus deinem Schreibprogramm, statt sie auszudrucken und wieder einzuscannen. Papierzeugnisse scannst du vollständig und gut lesbar.
Öffne die fertigen PDFs und prüfe jede Seite, auch nach dem Zusammenfügen oder Verkleinern. Kopiere als zusätzlichen Test Text aus dem Lebenslauf in ein leeres Textdokument. Bleiben Namen, Daten und Tätigkeiten in einer verständlichen Reihenfolge? Damit erkennst du manche Exportfehler. Ob ein Bewerbungssystem deine Datei richtig einliest, lässt sich so aber nicht sicher prüfen.
Beachte die Grössenlimite des Portals. Ist die Datei zu gross, verkleinere zunächst die Bilder oder Scans und kontrolliere danach die Lesbarkeit. Nutze dafür möglichst ein Programm auf deinem Gerät, statt persönliche Unterlagen bei einem unbekannten Online-Dienst hochzuladen.
Prüfe auch die Angaben, die das Portal aus deinem PDF ins Formular übernimmt. Es kann etwa ein Abschlussdatum oder einen Arbeitgeber falsch zuordnen.
Bei einer Bewerbung per E-Mail nennst du im Betreff die Stelle und, falls vorhanden, die Referenznummer. Ist das Motivationsschreiben angehängt, genügt eine kurze Nachricht mit einem Hinweis auf die Unterlagen. Die UZH empfiehlt eine Testmail an dich selbst, damit du Anhänge und Darstellung prüfen kannst.
Häufige Fragen
Braucht das Bewerbungsdossier ein Deckblatt oder Titelblatt?
Ein Deckblatt ist eine freiwillige Ergänzung. Lass es weg, wenn es nur Angaben aus dem Lebenslauf wiederholt. Verlangt ein Portal einzelne Dokumente, brauchst du kein zusätzliches Titelblatt für das ganze Dossier.
Was gehört ins Bewerbungsdossier für eine Lehrstelle?
Neben Bewerbungsbrief und Lebenslauf sind vor allem die Schulzeugnisse der Oberstufe wichtig. Dazu kommen vorhandene Schnupperberichte und verlangte Eignungstests oder weitere Nachweise. berufsberatung.ch beschreibt diese Beilagen separat.
Was machst du, wenn ein Arbeitszeugnis fehlt?
Verlange es beim früheren Arbeitgeber. Brauchst du es für die Bewerbung, frag die Kontaktperson, ob du es nachreichen kannst. Wie du vorgehst, erklärt unsere Anleitung zum Arbeitszeugnis.
Checkliste vor dem Versand
- Stimmen Firma, Kontaktperson, Stellenbezeichnung und Referenznummer?
- Sind alle verlangten Unterlagen und Antworten vorhanden, im richtigen Upload-Feld und im erlaubten Format?
- Stimmen Beschäftigungsdaten, Abschlüsse und andere Angaben in Lebenslauf, Brief, Zeugnissen und Formular überein?
- Sind alle Platzhalter, Kommentare und fremden Angaben aus den Vorlagen entfernt?
- Kannst du jede Aussage erklären und belegen? Das gilt auch für Formulierungen, bei denen dir eine KI geholfen hat.
- Öffnen sich alle Dateien, sind alle Seiten lesbar und funktionieren die Links?
- Sind Referenzkontakte und vertrauliche Angaben nur mit Zustimmung enthalten?
Lass die fertigen Unterlagen gegenlesen. Speichere nach dem Absenden auch die Bestätigung des Portals oder die versandte E-Mail im Bewerbungsordner.
Quellen
- Eine Stelle suchen
SDBB, berufsberatung.ch · Abgerufen am
- Stellensuche und Bewerben
Kanton Zürich, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung · Abgerufen am
- Stellensuche: Tipps für das Bewerbungsdossier (M051-08.2025)
Berufsberatungs- und Informationszentren BIZ Kanton Bern · Abgerufen am
- Bewerbungsdossier
Career Services Universität Zürich · Abgerufen am
- Motivationsschreiben
Career Services Universität Zürich · Abgerufen am
- Beilagen
Career Services Universität Zürich · Abgerufen am
- Bewerbungsformen
Career Services Universität Zürich · Abgerufen am
- Beilagen für die Lehrstellenbewerbung
SDBB, berufsberatung.ch · Abgerufen am